E85 Beimischung



Mit Einführung des Biokraftstoffquotengesetzes zum 1. Januar 2007 sind dem Benzin in Deutschland bis zu 5 % Ethanol beigemischt. Sie füllen also schon automatisch mit dem Benzin etwas Ethanol in den Tank. Den Ethanolanteil im Tank können Sie problemlos durch zusätzliches Tanken von E85 erhöhen. Dank des geringen Preises von E85 sinken damit sogar Ihre Betriebskosten und die heiß diskutierte CO2-Bilanz wird dadurch verbessert.

Im Rahmen der vom ehemailgen Bundesumweltminister Sigmar Gabriel ursprünglich für 2009 geplanten Erhöhung der Beimischungsquote auf bis zu 10% Ethanol (E10) bemühten sich bereits vor dessen Rückzieher viele Automobilhersteller darum, entsprechende Freigaben für bereits ausgelieferte Fahrzeuge zu erteilen. Nach Porsche und Volkswagen haben im Frühjahr 2008 u.a. auch BMW, Mercedes-Benz, Toyota und Peugeot die Eignung des Großteils ihrer Fahrzeuge für E10 bekräftigt. Aktuelle Meldungen zu den Herstellerfreigaben finden Sie im e85.blog und in unserer Rubrik E10.



Freigaben aller namhaften Hersteller existieren bis zu 10 % Ethanolanteil im Kraftstoff.

Porsche empfiehlt für den Cayenne sogar eine Beimischung von bis zu 25 % Ethanol, das entspricht einer Beimischung von ca. 30% E85.

Download: Pressemitteilungen diverser Hersteller (PDF-Datei)

Wir empfehlen ebenfalls eine Beimischung von bis zu 30% E85 für Ottomotoren der Schadstoffklassen EURO 1, EURO 2, EURO 3 und EURO 4. Durch die höhere Oktanzahl des Gemisches werden Sie ein leicht verbessertes Laufverhalten Ihres Motors spüren und die Schadstoffe in Ihrem Abgas werden reduziert. Durch die Beimischung von Ethanol wird in der Regel die Standfestigkeit Ihres Motors nicht beeinträchtig. Eine Erhöhung des Kraftstoffverbrauches ist kaum spürbar, da der leicht geringere Heizwert des Gemisches nur unter Last zum Tragen kommt.

Download Ersparnisrechner E85-Beimischung
Download: Materialverträglichkeitsliste E85 / Benzin

Alle diese Fahrzeuge verfügen über ein elektronisch geregeltes Einspritzsystem mit einem geregelten Katalysator (Lambdaregelung), das in der Lage sein sollte, den um ca. 10% geringeren Heizwert des Benzin-Ethanol-Gemisches auszugleichen.

Sie können die Lambdaregelung bei Ihrem Fahrzeug mit Hilfe eines OBD-Tools prüfen lassen. Die Korrekturwerte sollten im Teillastbereich nicht die Maximalwerte erreichen und die Lambdaspannung sollte im Volllastbereich nicht unter 800 mV sinken, soweit der Hersteller keine anderen Werte vorgibt.



Sollten Sie einen zu hohen Ethanolanteil getankt haben, dann würden die Regelgrenzen Ihrer Motorsteuerung überschritten und bei fast allen modernen Einspritzsystemen (MPI) von der Motorsteuerung ein Fehler generiert werden (z. B. "lambda to long lean"). Wenn dieser Fehler dauerhaft auftritt, dann beginnt Ihre Motorkontrolllampe (check engine) zu leuchten. Beim Beschleunigen würden Sie ein leichtes Ruckeln des Motors feststellen sowie einen Leistungsverlust spüren. Tanken Sie einfach Benzin zu und der Fehler ist umgehend behoben.

Bitte wenden Sie sich für weitere Informationen an Ihr zuständiges Autohaus.

In anderen Ländern wie Brasilien, den USA, Schweden und Dänemark sind E5, E10 und E30 seit vielen Jahren Standardkraftstoffe, die als Ersatz für normales Benzin angeboten werden.

Mit Erfolg testen wir in Deutschland seit 2005 die Beimischung von Ethanol in verschieden Fahrzeugtypen. Ohne Probleme konnten wir die Ethanolbeimischung bei einigen Fahrzeugen sogar noch leicht erhöhen.

Probieren Sie es einfach aus und berichten Sie über Ihre Erfahrungen mit der Beimischung von E85 in unserem Forum.

Bevor Sie mehr als 10 % Ethanol zutanken, erkundigen Sie sich bitte bei Ihrem Autohaus nach möglichen Auswirkungen auf die Herstellergarantie.

Bitte beachten Sie, dass ein zu hoher Ethanolanteil zu einer Überhitzung des Motors führen kann. Nur Flex Fuel Vehicles (FFVs) und speziell umgerüstete Fahrzeuge dürfen E85 pur tanken.

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